Wohnmobiltour entlang der deutschen Nord- und Ostseeküste (2/4)

An der Ostsee ist das Wasser immer da…

Ungefähr 750 Kilometer deutsche Ostsee-Küstenlinie mit Badestränden verschiedenster Art – Sand oder Kies, gestylte oder Naturstrände und dazu etliche Steilküsten – erwarten uns in diesem Teil unserer Wohnmobiltour entlang der Nord- und Ostseeküste. Hinzu kommen – so man mag – mehr als 1.500 Kilometer Bodden- und Haffküste.


Einst in Ost und West, in BRD und DDR geteilt – jüngere Wohnmobilisten kennen es fast nur noch aus Geschichtsbüchern –, haben wir heute die Möglichkeit, von der dänischen Grenze bis zur polnischen Grenze entlang der Ostsee zu fahren. Selbstverständlich kann man auch ohne Probleme durch beide Länder und noch weiterfahren, ja sogar eine komplette Ostseeumrundung in Angriff nehmen. Vielleicht irgendwann mal!?


Wir beschränken uns jetzt auf die deutsche Ostseeküste, die uns mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und vielen Camping- aber auch Stellplätzen erwartet. Die Tour könnte vielfältiger nicht sein: Sandstrände und Steilküste mit Naturstrand, Inseln, Buchten beziehungsweise Förden, Bodden, kleine verschlafene Fischerdörfer, mondäne Seebäder mit typischen Seebrücken, sowie geschichtsträchtige Hansestädte, strahlend weiße Bäderarchitektur, Reetdächer und Backsteingotik, Leuchttürme, Windflüchter, Bernstein und Hühnergötter, man kann gar nicht alles aufzählen, was einem erwartet. Hier lässt es sich nicht nur relaxen und Sightseeing machen, hier werden Kuren & Wellness, Wassersport, Radfahren, Wandern, Angeln, Kunst & Kultur, Flora & Fauna und selbstverständlich die regionale Küche großgeschrieben.


Natürlich hat auch das „Hinterland“, das gar nicht immer so „hinterwäldlerisch“ ist, viel zu bieten. Wir jedoch beschränken uns auf den Küstenbereich und nehmen höchstens mal den ein oder anderen Abstecher ins Binnenland.


Wo genau führt uns unsere Reise hin? Ganz einfach: Die deutsche Ostseeküste beginnt hinter der dänischen Grenze bei Flensburg und endet bei den Inseln Rügen beziehungsweise Usedom an der polnischen Grenze. Dabei passieren wir zwei Bundesländer: Schleswig-Holstein – von Flensburg über Kiel bis nach Travemünde/Lübeck – und Mecklenburg-Vorpommern – von Boltenhagen und Wismar über Rostock und Stralsund, nach Greifswald bis Ueckermünde. Die größeren Inseln besuchen wir – zumindest hier im Bericht – gesondert.


Wieder konzentriere ich mich vornehmlich auf offizielle Stellplätze. Und – wie bereits in Teil I – schreibe die Koordinaten für diese ans Ende der Reise als gesonderten Punkt auf.


Bei den Beschreibungen der Stellplätze verzichte ich auf Preisangaben, denn die Preise ändern sich manchmal schneller als uns lieb ist. Nur wenn der Preis aus dem „Rahmen“ fällt, wird er erwähnt. Auch verliere ich im Prinzip kaum ein Wort über die Kurtaxe, die ist normal und selten niedrig. Wenn nicht extra aufgeführt, so sind alle Plätze gebührenpflichtig.


Übrigens kann man auch die Ostsee-Tour nicht nur im Sommer machen. Selbst im Winter hat die Gegend ihren ganz besonderen Charme. Vor allem da dann weniger Tourismus vorhanden ist. Trotzdem waren wir erstaunt, wie viele Wohnmobile selbst im Dezember und Januar unterwegs sind.

Was unterscheidet die Ostsee von der Nordsee?

Wer den ersten Teil meiner Nord-Ostseereise gelesen hat, kennt schon einige Dinge, die typisch für die Nordsee sind. Nun möchte ich jedoch vorweg einige Unterschiede zwischen den beiden Meeren aufzeigen, denn auch wir stehen immer wieder vor der Frage: Wohin fahren wir? Nord- oder Ostsee? Beide haben ihre Vor- aber auch ihre Nachteile. Meist entscheiden wir uns für beides.


Beginnen wir mit der Lage: Die Ostsee, auch als „Baltisches Meer“ bezeichnet, ist von ihrer Lage her ein Binnenmeer des Atlantiks. Das will heißen, dass die Ostsee vollkommen von Land umgeben ist und lediglich durch eine Meerenge – dem Kattegat zwischen Dänemark und Schweden – mit der Nordsee, einer Art Nebenmeer des Atlantiks, verbunden ist. Darin liegt auch der Grund der unterschiedlichen Gezeiten.


Eine künstliche Verbindung zwischen der Nord- und der Ostsee und somit für die Schifffahrt von großer Bedeutung, ist der Nord-Ostsee-Kanal, kurz NOK. Ihn gibt es seit 1784 und er erspart mit seinen insgesamt fast 100 Kilometern Länge den Schiffen einen Umweg von rund 460 Kilometern. Er führt von der Elbmündung bei Brunsbüttel bis nach Kiel-Holtenau in der Kieler Förde und zählt zu den weltweit am meisten befahrenen künstlichen Wasserstraßen.


Hier ein paar kurze Infos, die die Entscheidung „Nord- oder Ostsee“ eventuell beeinflussen könnten:

  • Die deutsche Ostseeküste ist mit 2.247 Kilometern deutlich länger als die deutsche Nordseeküste mit 1.155 Kilometern.
  • Die Nordsee ist beinahe doppelt so tief wie die Ostsee. Die Nordsee ist an manchen Stellen bis zu 750 m tief, die Ostsee misst an der tiefsten Stelle nicht einmal 500 m, im Schnitt ist sie sogar nur 52 m tief. Das wirkt sich natürlich auch auf die Wassertemperatur aus.
  • Das Wasser der Nordsee liegt im Durchschnitt mit 21°C bei ihrem Maximum, die Ostsee kann bis zu 24°C warm werden.
  • Die Gezeiten sind an der Nordsee wesentlich ausgeprägter. Der Tidenhub an der Nordsee beträgt durchschnittliche 2-3 m, der der Ostsee 15 cm.
  • Die Nordsee hat einen wesentlich höheren Salzgehalt als die Ostsee. Je weiter es nach Osten geht, desto geringer wird in der Ostsee der Salzgehalt. Das wirkt sich auch auf die Luft aus.
  • Der unterschiedliche Salzgehalt hat Auswirkungen auf Flora und Fauna. So leben beispielsweise Seeigel nur in der Nordsee und Seesterne höchstens noch in der westlichen Ostsee.
  • Die Nordseeluft ist aufgrund ihres hohen Jodgehaltes besonders gesundheitsfördernd für Menschen mit niedrigem Blutdruck, Allergien sowie schwachem Immunsystem.
  • Das Klima ist an der Nordsee rauer, während es an der Ostsee milder und freundlicher ist.
  • An der Nordsee ist es häufig stürmischer und wechselhafter, was gleichbedeutend mit höheren Wellen ist.
  • Wassersportler, die auf Wind angewiesen sind, finden an der Nordsee mehr Möglichkeiten.
  • An der Küste der Nordsee gibt es mehr lange und breite Sandstrände. An der Ostseeküste findet man wesentlich mehr Naturstrände und Steilküste.
  • Das UNESCO-Welterbe Wattenmeer gibt es nur in der Nordsee, entsprechend kann man auch nur hier wattwandern.
  • Halligen und viele vorgelagerte Inseln sind typisch für die Nordseeküste.
  • Das „Touristenleben“ ist in weiten Teilen der Ostseeküste (noch) nicht so durchorganisiert wie an der Nordsee. Beispiel: Es gibt wesentlich mehr Ostsee-Strände, an die auch Hunde dürfen, Strandgebühren werden ebenfalls (noch) nicht überall erhoben.
  • Die Landschaft an der Nordsee ist eher flach, mit Geröll- und Sandküste. Die Ostseeküste hingegen ist geprägt von Förden und Bodden sowie Kliffküste.

Fazit: Beide, Nord- und Ostsee, sind eine Reise – nicht nur, aber vor allem – mit dem Wohnmobil wert. Beide haben 365 Tage im Jahr ihren ganz besonderen Reiz. Beide haben ein interessantes Binnen- sowie ein ebenso interessantes Küstenlandschaftsbild. Und last not least, beide punkten mit langen Traditionen, kulinarischen Genüssen, Kunst & Kultur sowie einer interessanten Geschichte.


Da die deutsche Ostseeküste so lang ist, wird unsere Reise durchs einst geteilte Ostseegebiet – von Dänemark bis Polen – als dreiteiliger Text veröffentlicht:

  • Die Schleswig-Holsteinische Ostseeküste – von der Flensburger Förde (dänische Grenze) bis zur Lüneburger Bucht (Travemünde)
  • Die Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern – von der Lübecker Bucht (Priwall/Travemünde) bis zum Stettiner Haff bei Ueckermünde (polnische Grenze)
  • Die großen (Halb)Inseln an Deutschlands Ostsee – Fehmarn, Poel, Darß-Fischland-Zingst, Rügen und Usedom, der deutsche Teil

Die Schleswig-Holsteinische Ostseeküste

Die Flensburger Förde

Direkt hinter der dänischen Grenze liegt der Ort Flensburg-Wassersleben mit einem schönen Sandstrand, leider gibt es dort jedoch keinen Stellplatz für uns, sodass ich den Ort hier nur ob seiner besonderen Lage erwähnt haben möchte. Machen wir uns also in die Stadt Flensburg auf, die einige nur aufgrund der dort verteilten Punkte wegen Verkehrssünden kennen.


Flensburg ist die drittgrößte Stadt Schleswig-Holsteins und befindet sich an der Flensburger Förde. Ein Besuch der Stadt lohnt sich, denn hier kann man die Nähe zu Dänemark spüren. So ist beispielsweise am Ortseingangsschild neben „Flensburg“ auch die dänische Bezeichnung „Flensborg“ zu lesen, und mir wurde berichtet, dass in einigen Schulen auch Dänisch unterrichtet wird.


In Flensburg gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die einen oder gar mehrere Tage Aufenthalt gerechtfertigen. Die meisten davon befinden sich in der gut erhaltenen Altstadt. Wer baden möchte, findet am Ostseebad Flensburg Gelegenheit dazu. Hier, an der Westseite der Flensburger Förde, gibt es Sandstrand und angrenzend ein Wäldchen. Ideal auch für Hundebesitzer, denn auch an die Vierbeiner wird hier gedacht. Einen schöneren Strand findet man – Richtung Dänemark gehend – weiter nördlich in Wassersleben. Aber das hatte ich ja bereits erwähnt.


Auf der anderen Fördeseite, also Richtung Glücksburg, liegt rund 5 Kilometer von der Flensburger Innenstadt entfernt der Stadtteil Mürwik mit dem Solitüder Sandstrand. Aber ich weiß, ich finde auf meiner Route noch schönere Stellen, um am Strand zu verweilen.


Für einen Stadtbesuch kann ich den gebührenfreien Stellplatz im Industriehafen Richtung Mürwik empfehlen. Hier finden 12 Womos eine Bleibe. Mir persönlich gefällt es dort sehr gut, denn ich stehe direkt am Wasser, kann Schiffe gucken – eine meiner Lieblingsbeschäftigungen auf meiner Nord- und Ostseereise –, kann mit dem Rad oder auch zu Fuß in die Innenstadt Flensburgs gelangen und unsere Hunde sind hier ebenfalls gut auszuführen. Offiziell darf man nur eine Nacht stehen, aber normalerweise sagt niemand was, wenn man zwei oder drei dort nächtigt. Für einen Urlaub im eigentlichen Sinne taugt der Platz sowieso nicht, denn es gibt weder Ver- noch Entsorgung.


Einen weiteren Stellplatz findet man für etwa 30 Mobile rund 6 Kilometer südwestlich der Innenstadt, am Ortsrand des Stadtteils Friesischer Berg, im CITTI-Park, auf einem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Von hier kann man mit dem Bus in die Flensburger Innenstadt fahren. Auch dieser Platz ist kostenlos und offiziell für eine Nacht, jedoch gibt es hier Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten – aber keinen Strom.


Wir machen uns wieder auf den Weg. Auf nach Glücksburg! Hier gibt es leider außer dem Campingplatz „Ostseecamp Glücksburg-Holnis“, der unmittelbar am Surf- und Sandstrand Holnis liegt, nur eine Stellplatzmöglichkeit für eine Nacht beziehungsweise für eine Ortsbesichtigung. Kein Wunder, denn die Kernstadt Glücksburg selber liegt ja auch nicht am Meer. Da die Stadt aber so schön ist, hier mein Stellplatztipp: ein kostenloser Parkplatz – ohne allem – für 3-7 Wohnmobile, je nach deren Länge, an der Ecke Gorch-Fock-Straße/Bahnhofstraße, auf dem offiziell Womos eine Nacht stehen dürfen. Von hier aus gelangt man ganz einfach zum Schloss. Bis zum Glücksburger Strand sind es auch nur 2 Kilometer Fußweg. Womit wir beim Thema wären: Glücksburg und Strand. Ich habe nachgelesen – nicht nachgemessen – und herausgefunden, dass Glücksburg ganze 18 Kilometer schönsten Strand vorzuweisen hat. Den ersten haben wir bereits erwähnt, der beim Campingplatz auf der Halbinsel Holnis, nordöstlich der Kernstadt. Der Sandstrand Holnis zieht sich beinahe um die komplette Halbinsel herum. Einige Stellen sind sogar DLRG-überwacht und bieten einiges an Abwechslung. Der Naturstrand bei Quellental, westlich des kleinen Yachthafens, ist einer der eher einsameren Badestrände. In dessen Nähe kann man – nicht ganz so offiziell – direkt am Yachthafen, zwischen zwei Strandparkplätzen mit dem Wohnmobil stehen. Der bereits erwähnte Strand Sandwig ist der offizielle Strand von Glücksburg und unweit des Stellplatzes entfernt. Er liegt genaugenommen im Kurzentrum und liefert einen Strand, wie man sich ihn wünscht: feiner weißer Sand, flach ins Meer gehend und überwacht. Eine Seebrücke, ein Strandspielplatz und natürlich die Möglichkeit, einzukehren sind vorhanden. Bei klarem Wetter schaut man sogar auf die gegenüberliegende dänische Küste. Hundebesitzer können ihre Vierbeiner prima im Glücksburger Hundewald ausführen. Er liegt zwischen Schloss und kleinem Hafen in der Flensburger Förde.


Zu Glücksburg selbst gäbe es zu sagen: Der Ort befindet sich auf der Halbinsel Angeln und hat als wichtigste Sehenswürdigkeit das bereits erwähnte Renaissance-Wasserschloss, das zeitweise sogar Residenz des dänischen Königshauses war. Sowohl allein der Anblick des Schlosses mit See als auch die Kapelle mit Freskenmalerei, Portraits, Wandteppiche und das Porzellan im Schloss-Museum sind einen Besuch wert.


Wer die Natur liebt, findet auf der zu Glücksburg gehörenden Halbinsel Holnis ausreichend Gelegenheit dazu, diese zu genießen. Besonders zutreffend ist es für die Westseite. Da hier Naturschutzgebiet ist, dürfen nicht alle Teile betreten werden, es gibt jedoch gut ausgeschilderte Wege. Zuvor jedoch findet man im Ortsteil Schausende den nördlichsten Leuchtturm an Deutschlands Ostseeküste.


Das Naturschutzgebiet Kleines Noor – das früher zur offenen Ostsee gehörte und heute nur noch mittels eines Deich-Durchstichs mit ihr im Wasseraustausch steht – bietet mit dem See zahlreichen Pflanzen und Tieren eine Heimat. Hier gibt es neben einsamen Strandabschnitten auch eine vergleichsweise kleine Steilküste sowie Zeugnisse davon, dass es in früheren Zeiten zahlreiche Ziegeleien in der Gegend gab. Zudem empfiehlt es sich, an die Spitze der Halbinsel, an den nördlichsten Punkt des deutschen Festlandes, zu wandern und dabei die Ruhe förmlich zu hören. Dabei gelangt man an ein einsames Seemannsgrab aus dem Jahre 1850. Wer nun möglichst nahe an der Küste entlanggewandert ist, hat dabei stets die dänische Küste im Blick. Die schönste Aussicht hat man aber an der Holnis-Spitze. Die Ostseite der Halbinsel ist touristisch besser erschlossen und nicht mehr so „urig“.


Doch jetzt verlassen wir Glücksburg. Vor uns liegen rund 10 Kilometer. Wir fahren nach Langballig beziehungsweise nach Westerholz. Hier gibt es zum einen wieder einen schönen Strand, zum anderen haben wir wieder einmal Dänemark direkt vor uns und zum dritten existieren Wohnmobilstellplätze.


Die Stellplätze in Langballig sind jedoch sehr eng und gehören zum Campingplatz. Aber egal, hier hat man den Strand und das Meer sowie (beinahe) alles außer Schatten. Der Platz bietet 55 Womos eine Bleibe außerhalb von Langballigau, um genau zu sein. Ver- und Entsorgung, Strom, Dusche und WC sind gegen Bezahlung zu nutzen. Ein Restaurant, ein Café sowie eine Art Kiosk befinden sich in direkter Nachbarschaft. Die Standgebühr für den ganzjährig zu nutzenden Stellplatz ist okay. Im Winter ist jedoch – wie an vielen Plätzen – das Wasser abgestellt.


Am Strandweg zwischen uns und dem nächsten Ort beziehungsweise Campingplatz in Westerholz stehen immer mehrere Wohnmobile. Und das nicht nur tagsüber…


Der Wohnmobilstellplatz „Fördeblick Westerholz“ gefällt mir ebenfalls ganz gut. Leider stehe ich hier nicht „in der ersten Reihe“, dafür habe ich jedoch einiges mehr an Annehmlichkeiten für den gleichen Preis. 45 Wohnmobile haben hier am Ortsrand von Westerholz neben dem Campingplatz Platz. Entsorgung von WC und Grauwasser sowie WC-Benutzung sind kostenlos. Das Auffüllen des Frischwassertanks sowie die Stromversorgung und das Duschen verursachen jeweils zusätzliche Kosten. Als Annehmlichkeiten werden eine Brötchenservice, eine Grillstelle, ein Gasflaschenverkauf, ein Kiosk sowie Waschmaschine und Trockner geboten. Der Weg zum Strand ist kurz. Geöffnet hat der Platz mit Service jedoch nur von Anfang April bis Ende September. Außer Ruhe und Erholung, Strand und Meer bekommt man hier viel Natur sowie den Blick auf die Flensburger Förde und Dänemark geboten. Wenn das nichts ist!?


Wir können nicht an jedem schönen Strand, an jeder Parkmöglichkeit und an jedem schönen Ort stehenbleiben, dann kommen wir nie weiter. Daher machen wir nun erst einmal „Meter“ und bewegen uns etwas mehr als 20 Kilometer weiter gen Osten. Unser nächstes Ziel ist die Gemeinde Gelting.


Da wäre zuerst mal der Wohnmobilstellplatz Sporthafen Gelting-Mole in Niesgrau. Für 23 Womos gibt es hier einen schattenlosen Platz außerhalb des Ortes neben einem Café/Restaurant, in Nachbarschaft zu einem kleinen Hafen, zu einem Spielplatz und vor allem ziemlich direkt am Strand. Was will man mehr!? Bezahlt wird beim Hafenmeister. Erstaunlicherweise sind Strom, Wasser, Entsorgung, WC, Dusche und sogar Hunde im Preis inbegriffen. Saison ist von Mitte März bis Anfang November. Mir gefällt’s hier! Aber das ist wohl Geschmackssache. Auf jeden Fall hat man hier Ruhe und viel Natur, was ich als Hundebesitzer natürlich besonders zu schätzen weiß. Der Strand ist naturbelassen. Auch das finde ich gut.


Wem das nicht gefällt, kann 5 Kilometer weiter zum Yachthafen von Wackerballig fahren. Zu Fuß wär es nur etwas mehr als einen Kilometer. In der Nähe des kleinen Yachthafens und des Campingplatzes liegt der Wohnmobilstellplatz Wackerballig. Bis zum Strand sind es etwa 100 Meter, ein Hundestrand ist ebenfalls in der Nähe. 12 bis 15 Womos finden hier Platz. Der Preis ist, dafür, dass Entsorgung sowie sogar Strom enthalten sind, annehmbar. Für Frischwasserauffüllung sowie die Dusche muss bezahlt werden. Schatten gibt es mal wieder keinen, dafür jedoch Gasflaschen- und Brötchenservice, Fahrradverleih und ein Restaurant. Für den Schlüssel zum Sanitärgebäude mit der Müllentsorgung ist eine Kaution zu entrichten. Wer mag, kann auch die Waschmaschine und den Trockner in Betrieb nehmen. Gezahlt wird beim Hafenmeister. Saison ist von Anfang April bis Ende Oktober. Bootsverleih und Surfschule befinden sich in der Nachbarschaft.


Hinter dem Hundestrand wird es interessant. Hier beginnt eine Halbinsel und damit das Naturschutzgebiet Geltinger Birk. Es lädt zum Wandern und Entdecken ein. So gibt es beispielsweise eine Windmühle, die Mühle Charlotte, und an der Landspitze eine Aussichtsplattform sowie ganz vorne den Schweinswal-Beobachtungspunkt der NABU. Außerdem kann man von hier aus fast nach Dänemark rüber spucken, natürlich bildlich gesprochen.


Ein Abstecher ins Reetdorf Geltinger Birk lohnt sich ebenso wie einer zum Leuchtturm Falshöft. Von den Stränden will ich hier gar nicht erst reden.


Mit der Halbinsel endet gleichzeitig auch die Flensburger Förde. Wer mag, kann noch eine Auszeit am Wohnmobilstellplatz vorm Campingplatz in Pommerby einlegen und Natur sowie Strand genießen. Jedoch gibt es lediglich – außer auf dem Campingplatz oder am benachbarten Platz – zwei Stellplätze. Dafür hat man, wenn man denn einen Platz findet, von Ende März bis Ende Oktober alles, was man braucht. Strom ist jedoch extrem teuer!

Von der Schlei-Mündung bis zur Kieler Förde

Ich klemme mich hinters Lenkrad und fahre über die gut ausgebaute B 199 von meinem letzten Stellplatz rund 13 Kilometer bis zu einem meiner liebsten Lieblingsplätze: Maasholm, wir kommen!


Maasholm ist ein wirklich charmantes kleines Fischerdorf mit atemberaubend schönen, kleinen, mit Reet gedeckten Fischerkaten, liebevoll geschmückten Vorgärten, einem idyllischen Hafen sowie viel Ruhe und Besinnlichkeit. Hier scheint die Welt noch stehengeblieben zu sein.

Der eigentliche Ort befindet sich nicht so wirklich an der Ostsee, vielmehr bildet er eine Art Halbinsel in der Schlei, wobei der bebaute Teil zur Schlei hingeht, das Naturschutzgebiet sich zur Ostsee hin öffnet.


Heute lebt das einstige Seefahrer- und Fischerörtchen hauptsächlich vom Fremdenverkehr. Mir erschien es dennoch nie extrem überlaufen. Mehrmals erhielt Maasholm verdient die Auszeichnung „Schönes Dorf Schleswig Holsteins“.


Ehe ich zu sehr ins Schwärmen gerate, hier die Infos zum Stellplatz, der uns immer wieder gleich mehrere Tage – ja manchmal sogar Wochen – dort verweilen ließ: Der Platz befindet sich unmittelbar am Seglerhafen, daher liegen im hinteren Bereich immer einige Boote auf dem Trockenen. Hier haben etwa 40 Wohnmobile Platz, nebenan gibt es noch Ausweichplätze, denn der nette Platzwart weiß (fast) immer zu helfen.


Frischwasser muss ebenso wie Dusche, Waschmaschine und Trockner mittels einer zuvor aufgeladenen Karte am Marine-Sanitärhaus abgebucht werden. Strom kostet ebenfalls extra. Klingt alles komplizierter als es ist. Gasflaschen bekommt man beim Platzwart gewechselt, zudem ist er immer für ein kleines Schwätzchen bereit. Wir hoffen, dass er dem Platz noch lange erhalten bleibt und nicht komplett von Maschinen ersetzt wird. Der Platz kann im Übrigen ganzjährig genutzt werden, jedoch ist im Ort im Winter „tote Hose“.


Was uns immer wieder besonders gut gefällt, ist der nahe Imbiss, an dem man die leckersten Fischgerichte kaufen kann. Im kleinen Dorf, wo es einen Lebensmittelladen, einen Bäcker und zahlreiche Restaurants nebst einer Fischräucherei mit Verkauf gibt, ist man in Null-Komma-nix.


Außerdem liebe ich die Spaziergänge mit den Hunden an der Schlei bis zur Vogelschutzstation beziehungsweise zum Naturerlebniszentrum Maasholm oder noch weiter bis zum wunderschönen Ostseestrand. Auf die Vogelschutz-Halbinsel kommt man leider nicht mehr ohne Führung. Das haben Touristen mit dem hinterlassenen Dreck versaut, um es mal deutlich zu sagen! Zum Leuchtturm an der Schlei-Münde sowie zum dortigen Restaurant mit dem lustigen Namen „Giftbude“ gelangt man nur mit dem Schiff. Überhaupt ist der Ausflug mit dem Raddampfer auf der Schlei ein ganz besonderes Erlebnis. Radfahren ist um Maasholm herum ebenfalls ein Vergnügen.


Die Schlei ist übrigens im kleinen Badebereich beim Stellplatz so niedrig, dass man im relativ warmen Wasser weit hinaus waten kann.


Wer partout keinen Platz findet, kann bis zum nächsten Morgen warten, denn erfahrungsgemäß fahren vormittags immer welche weg. Warten? Wo? Ganz einfach: entweder auf dem Parkplatz am Ortsanfang oder auf dem Platz vorm Campingplatz am nahegelegenen Gut Oehe in Hasselberg, rund 5 Kilometer weit entfernt. Hier gibt es Platz für 20 Womos. Man hat Dusche, Ver- und Entsorgung sowie Strom – der jedoch recht teuer ist – und steht sogar an der Ostsee. Geöffnet ist von April bis September.


Auch mein nächster Platz liegt nicht an der See sondern an der Schlei. Hier fahre ich eigentlich nur gerne hin, weil mich der Ort so fasziniert. Gemeint ist Kappeln.


Zurück geht’s zur B 199 und zum nicht besonders schönen, jedoch zweckmäßigen Wohnmobilstellplatz im Nordhafen. „Nordhafen“ klingt gut, aber vom Platz aus sieht man weder Schiffe, noch will sich ein echtes maritimes Feeling einstellen…


Der Platz befindet sich am Ortsrand. In Zeiten, wo Touristen in Kappeln in Schwärmen einfallen, traut man sich mit dem Wohnmobil kaum durch die Menschenmenge an der Schlei entlang, was die einzige Zufahrt zum Platz ist. Aber es geht!


Die Stellplatzgebühr wird an einem Automaten entrichtet. Ver- und Entsorgung an einer ziemlich mittelalterlich anmutenden Station am Platz sind inklusive. Strom, Dusche, WC, Waschmaschine und Trockner kosten extra. Auch hier kann man das ganze Jahr über stehen. Der Ort ist – anders als Maasholm – ganzjährig belebt.


In wenigen Minuten gelangt man zu Fuß in die Stadt. Den Weg kennen wir ja bereits von der Anreise. Kappeln an sich ist überschaubar. Interessant ist der Heringszaun in der Schlei, der übrigens der letzte seiner Art in ganz Europa ist. Das Fangen mit dem Heringszaun geht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Der heutige Zaun besteht aus 2.000 im Flussgrund verankerten Eschenholzpfählen mit entsprechenden quergesetzten Pfosten. Ein solcher Heringszaun ist für die Heringe eine Art natürliches Hindernis und sie folgen seinem Lauf, bis sie schließendlich abgefischt werden. Im Sommer finden die Kappelner Heringstage statt. Ein interessantes Ereignis, allerdings bekommt man dann kaum einen Stellplatz. Während dieser Zeit ist im Uferbereich die Hölle los!


Interessant finde ich es, der Klappbrücke zuzusehen, die den Verkehr von einem Schlei-Ufer zum anderen ermöglicht. Wenn man mit seinem Womo warten muss, bis die Schiffe die hochgeklappte Brücke passieren, ist es interessant aber auch ein wenig langweilig. Eine viel schönere Sicht auf das Geschehen genießt man hingegen von der Straße am Hafen aus. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Innenstadt, die Holländermühle Amanda und der Museumshafen. Eine Aalräucherei befindet sich in Ufernähe.


Wer nur eine Nacht in Kappeln stehen und weniger Geld bezahlen möchte, findet einen Platz für insgesamt 10 Mobile am Aral-Autohof zwischen dem Schnellrestaurant und der Tankstelle auf der anderen Uferseite, südlich des Ortsteils Ellenberg. Ver- und Entsorgung sowie Strom sind vorhanden. Einen ebenfalls kostengünstigen – jedoch wesentlich ruhigeren – Platz auf einem Campingplatz, etwa 2 Kilometer fußläufig von der Kappelner Innenstadt entfernt, gibt es im Wald beziehungsweise am Waldrand. Hier ist es besonders angenehm, wenn man Hunde an Bord hat. Geöffnet ist jedoch lediglich von Anfang April bis Ende Oktober.


Egal wie, wenn man von Maasholm wieder an die Ostsee möchte, führt kein Weg an Kappeln und der Überquerung mittels der Klappbrücke vorbei. Man kann allerdings auch die Schleifähre bei Arnis nehmen. Ob die jedoch schwere Womos transportiert, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Auf jeden Fall ist es hier möglich, von Anfang Mai bis Ende September bei der Wassersportgemeinschaft an der Marina mit 20 Wohnmobilen auf engem Raum für nicht wenig Geld, dafür jedoch alles inklusive – sogar Strom und Dusche – zu übernachten.


Mein nächstes Ziel könnte Schönhagen, besser gesagt Brodersby, mit schönem Sandstrand und Steilküste sein, wo man zudem im Naturschutzgebiet Schwansener See fantastisch wandern kann. Wer gerne einsam und dennoch nahe an der Ostsee steht, der ergattert vielleicht einen der 6 Stellplätze am Pferdehof Brodersen-Bock in Schönhagen. Ver- und Entsorgung sind wie auch Strom im fairen Preis enthalten.


Ich fahre jedoch weiter bis ins Ostseebad Damp – besser als Damp 2000 bekannt –, nicht etwa, weil mir der Ort so gut gefällt, sondern weil es hier einen tollen Stellplatz gibt, der ganzjährig genutzt werden kann. Er liegt am Ortsrand von Damp Ostseebad, ist liebevoll angelegt, hat für jedes der 70 Womos viel Platz und ist – wenn man den richtigen Weg erst mal gefunden hat – nicht weit weg vom Meer. Dazwischen liegt noch ein See, auf dem man Wasserskiseilbahn fahren kann.


Am Stellplatz gibt es alles, was man benötigt, einschließlich Brötchenservice, ausschließlich wirklichen Schatten. Für Strom, Frischwasser und Dusche – im gesonderten Sanitärhäuschen – muss man extra zahlen. Ein nicht sehr kostengünstiger, jedoch sehr empfehlenswerter Platz mit nettem Platzwart. Besonders gut war das leckere Essen im angrenzenden griechischen Restaurant.


In den Ort kommt man entweder zu Fuß – wobei ich mich beim ersten Mal ganz schön verzettelt hatte, weil ich auf mein persönliches „Bauch-Navigations(un)vermögen“ gehört hatte – oder aber mit dem Shuttle-Bus, der vorm Platz hält. Man muss aber nicht unbedingt hin, wie ich finde. Damp 2000 ist Geschmackssache! Eventuell ist das Treiben im Hafen sowie das dort liegende Museumsschiff Albatros noch interessant zu nennen, aber sonst…


Übrigens findet man für den Ort verschiedene Bezeichnungen, das liegt daran, dass es kein „gewachsener“ Ort, sondern so etwas wie ein Retortenort ist: 1927 aus einem Gutsbesitz namens Damp hervorgehend, entschied man 1968, hier ein futuristisches Ferienzentrum mit dem Namen Damp 2000 und einigen hohen Gebäuden zu bauen. In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde der Ort in „Ostseebad Damp“ geändert. 2011 kam es zu einer erneuten Namensänderung, die bislang noch besteht und in Kleinbuchstaben geschrieben wird: ostsee resort damp.


Egal, wir genießen am Stellplatz immer wieder gerne ein paar Tage und gehen am Naturstrand oder auch auf dem Deich spazieren.


Die Reise geht mit Ziel Ostseebad Eckernförde weiter. Mal wieder ein Ort nach meinem Geschmack: eine herrliche Altstadt mit verträumten Gassen, ein Hafen mit frischer Meeresbrise und Fischkuttern sowie modernen Yachten, ein Strand mit sanftem Meeresrauschen sowie eine mehr als zwei Kilometer lange Strandpromenade und Blick auf die Förde und viele Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören unter anderem die spätgotische St.-Nicolai-Kirche mit vielen wertvollen Schätzen, das Kunsthaus und das Kunstzentrum im Bootshaus. Besonders interessant sind für mich der Fischmarkt sowie das Süßwarengeschäft Bonbonkocherei &Schokoladen Hermann Hinrichs, wo man bei der Herstellung der Kalorienbomben zusehen kann (und mehr).


Übrigens wurde mir erzählt, dass man in Eckernförde mehrsprachig sei: Hochdeutsch als Amtssprache, Dänisch sowie Plattdeutsch als Umgangssprache.


Der Stellplatz am Noor liegt zwischen Windebyer Noor und der Förde, etwa 800 Meter vom Strand entfernt. Er bietet 49 Mobilen Platz, liegt im höheren Preisniveau, ist jedoch sehr gut ausgestattet und befindet sich neben einem Supermarkt sowie nahe an der Stadt. Auch hier fehlt wieder der Schatten, jedoch sind die Parzellen so geräumig, dass man die Markise rausfahren kann. Neben der Ver- und Entsorgung sowie dem Stromanschluss gibt es ein Sanitärhäuschen mit WC, Dusche, Waschmaschine und Trockner. Der Platz ist ganzjährig geöffnet. Bezahlt wird an der beschrankten Ein- beziehungsweise Ausfahrt am Parkscheinautomaten. Leider haben wir in der Saison oft vor einem total belegten Platz gestanden und mussten unverrichteter Dinge weiterfahren. Alte Wohnmobilfahrerweisheit: Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein…


Südöstlich von Eckernförde, an der B 76, folgt nach den Sandstränden linkerhand ein Wäldchen. Gleich nach dem kleinen Rastplatz steht das Restaurant und Biergarten „Grüner Jäger“. Und genau dort findet man die Zufahrt zum wirklich großzügigen, von Bäumen umgebenen Gelände des Wohnmobilparks Ostsee in Altenhof. Obwohl nahe der Bundesstraße gelegen, ist man dennoch gut abgeschirmt vom Lärm. Herrlich!


Maximal 80 Womos können hier auf Rasen stehen. Bezahlt wird beim Platzwart in der Gaststätte, wo man natürlich auch gut essen kann. Ver- und Entsorgung, Strom, WC und Dusche, Brötchenservice etc., alles vorhanden. Zudem kann der Platz ganzjährig genutzt werden. Zum Naturstrand mit Steilküste sowie zum kurtaxefreien Badestrand sind es etwa 900 Meter durch den Wald.


Könnte man direkt an der Küste weiterfahren, würde man viele schöne Plätze am Sandstrand oder an der Steilküste für Mensch und Hund finden. Zudem ziemlich einsam!


Einen der größeren Sandstrände mit guter Infrastruktur – und leider auch mit einem Militärstützpunkt – gibt es in Surendorf. Am dortigen Campingplatz könnte man mit dem Wohnmobil gut Urlaub machen. Aber das ist bei weitem nicht der einzige Campingplatz auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel Kiel.


Vorher habe ich noch etwas entdeckt: ein Stellplatz an einem Leuchtturm, am Bülker Leuchtturm in Strande. Eigentlich ist es lediglich ein von Mitte März bis Ende Oktober kostenpflichtiger Parkplatz in einer einsamen Gegend, 3 Kilometer Fußweg vom kleinen Örtchen Strande entfernt, wenn man am Strand entlang geht. Für uns sind Plätze reserviert, jedoch ist seit einiger Zeit das Übernachten verboten. Viele tun es dennoch und riskieren, weggeschickt zu werden oder ein Bußgeld zahlen zu müssen. Der Blick von der Landspitze aus auf die Eckernförder-Bucht und das ein oder andere große Schiff, das gerade auf dem Weg nach Göteborg oder Oslo ist, ist fantastisch, wenn nur die Kläranlage nebenan nicht wäre…


Doch nun nach Kiel. Kiel ist die nördlichste Großstadt unseres Landes und liegt an der Ostsee, genauer gesagt an der Kieler Förde sowie am Ende der weltweit meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße, dem Nord-Ostsee-Kanal, kurz NOK. Weit über die Grenzen hinaus bekannt ist Kiel aufgrund der Internationalen Kieler Woche, das Segelereignis schlechthin, sowie die Kieler Sprotten. Zudem ist die größte Werft Deutschlands, die ThyssenKrupp Marine Systems, hier beheimatet und die großen Fähren mit Ziel Skandinavien und Baltikum fahren in den Kieler Ostseehafen ein und aus. Viele Superlative auf einmal…


Theodor Storm, der hier einst studierte, war begeistert von der Stadt. Ich für meine Verhältnisse finde, dass sie für eine Großstadt schön ist, mich aber nicht unbedingt vom Hocker reißt, da ich schon viele gesehen habe, auch solche, die schöner waren.


Kiel besitzt einige Strände im Nordosten, in den Ortsteilen Friedrichsort und Schilksee, wo das Olympische Dorf ist, sowie den Falckensteiner Strand. Zudem gibt es etliches an sehenswerten Bauten, Museen und vor allem zahlreiche Skulpturen. Nicht vergessen werden dürfen der Hafen, das Schifffahrtsmuseum und das Segelschiff „Thor Heyerdahl“ oder die „Gorch Fock“, wenn sie denn mal in ihren Heimathäfen sind.


Aber wohin mit dem Womo, wenn man all das sehen möchte? Das ist in einer Großstadt nicht immer ganz einfach, vor allem, wenn es die Ausmaße meines Womos von etwa 7,50 Metern Länge hat und ich eigentlich zwei Parkplätze brauche. Hier eine kurze Auflistung offizieller Stellplätze bzw. Stellplatzmöglichkeiten:

  • Wohnmobilstellplatz Förde- und Kanalblick: ca. 6-7 km von der Innenstadt entfernt, für 20-30 Wohnmobile, relativ eng, am Ortsrand von Wik, Blick auf die Förde sowie die Schleuse am NOK, zusätzliche Kosten für Ver- & Entsorgung, Strom & Dusche, Brötchenservice, Kiosk, Gasflaschentausch, Waschmaschine & Trockner, bewacht, ganzjährig nutzbar, nachts nicht gerade ruhig
  • Wohnmobilstellplatz Olympiahafen Schilksee: ca. 15 km nördlich von Kiels Innenstadt, einfacher Parkplatz für 20-30 Womos, am Ortsrand von Schilksee, an einer Marina, Strand in der Nähe, kostenpflichtige Ver- & Entsorgung, Strom – sofern nicht von Bootstrailern besetzt, Dusche & WC, Waschmaschine & Trockner, Zugang zum Sanitärbereich nur über den Hafenmeister möglich, Anfang Mai bis Ende September, videoüberwacht, weder besonders schön noch ruhig
  • großer Parkplatz am Einkaufszentrum: kostenfrei, 10 Plätze, etwas mehr als 3 km Fußweg zum Zentrum
  • am Liegeplatz Kiellinie: in der Koesterallee, am Sporthafen Wik, knapp 4 km Fußweg ins Kieler Zentrum, in der Nähe des Liegeplatzes der „Gorch Fock“, eigentlich Bootslagerplatz, im Sommer wird für uns ein Teil des Platzes für etwa 40 Womos ausgewiesen, Bushaltestelle
  • Parkplatz Wilhelmsplatz: sehr großer Parkplatz direkt in der Innenstadt, übernachten erlaubt
  • Wohnmobilstellplatz Ostuferhafen: 12 kostenlose, markierte Plätze auf einem LKW-Parkplatz am Ostuferhafen, auf der der Innenstadt gegenüberliegenden Hafeneinfahrtsseite, mit Versorgungsstation, nicht gerade sehr hübsch

Genug von der Großstadt, ich möchte weiter. Mein Weg führt mich ins Ostseebad Laboe, wo es wieder etwas ruhiger und idyllischer zugeht. Rund 20 Kilometer liegen vor mir, was weiter kein Problem ist, wenn man nicht gerade während der Stoßzeiten durch Kiel fahren muss.


Laboe befindet sich am Ostufer der Kieler Förde und ist in erster Linie aufgrund des Marine-Ehrenmales sowie des U-Bootes bekannt. Doch der Reihe nach: Den auffälligen Turm des Marineehrenmales kann man nicht verfehlen. Das Mahnmal wurde ursprünglich 1927-1936 zum Gedenken an die im 1. Weltkrieg gefallenen deutschen Marinesoldaten erbaut. Nach dem 2. Weltkrieg gedachte man zudem den gefallenen Angehörigen der Kriegsmarine im 2. Weltkrieg. Ab 1954 wurde es schließlich das, was es heute ist: eine Gedenkstätte für Seeleute aller Nationen, die auf dem Meer ihr Leben lassen mussten. Der Turm ist 72 Meter hoch. In der unterirdischen Gedenkhalle kann man zahlreiche marine- und schifffahrtsgeschichtliche Exponate sowie Schiffsmodelle bestaunen.


In direkter Nachbarschaft befindet sich das 1943 gebaute U-Boot U 995, welches heute als Museum die Lebensbedingungen der Soldaten unter extrem beengten Umständen demonstriert. Zudem ist vor Ort auch noch der Propeller des Schweren Kreuzers Prinz Eugen zu bestaunen.


Beinahe hätte ich vergessen zu erwähnen, dass es hier in Laboe einen wunderschönen Sandstrand, eine etwa 8 Hektar große Dünenlandschaft und einen offiziellen Wohnmobilstellplatz gibt. Letzterer befindet sich beim Marine-Ehrenmal, bietet 18 Womos Platz und ist in Meeresnähe. Ver- und Entsorgung kosten extra, Strom gibt es keinen, WLAN ist im Preis enthalten. Gezahlt wird am Automaten.

Von Kalifornien bis zur Fehmarnsundbrücke

Zwischen Laboe und unserem neuen Ziel liegen einige weitere schöne Strandabschnitte, wie etwa der Strand von Stein, der Wendtorfer Strand oder der Strand Heidkate (mit 4 Kilometern Sandstrand). Wir wollen zu dem Strand, der direkt an den letztgenannten anschließt: nach Kalifornien. Anfangs dachte ich, ein Freund von uns würde mich in den 1. April schicken wollen, als er von Kalifornien und Brasilien an der Ostsee sprach. Aber es gibt sie wirklich! Beide gehören zum Ostseebad Schönberg.


Zum Hauptort Schönberg, der rund 3 Kilometer vom Meer entfernt liegt, gehören noch weitere Ortsteile, wobei Kalifornien, Schönberger Strand und Brasilien unmittelbar an der Ostsee liegen. Nimmt man die angrenzenden Strände Heidkate und Stakendorf dazu – alle gehen nahtlos ineinander über –, so hat man rund 11 Kilometer feinsten, breiten Sandstrand. Aber das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit. Überall geht es sanft ins Meer hinein, überall findet man beste Wasserqualität, überall gibt es asphaltierte Rad- und Spazierwege vor den Dünen und auf dem Deich sowie oft größere Wiesenflächen zwischen dem Weg hinter den Dünen und dem Deichweg oben und manchmal sogar noch parallel verlaufende kleinere Straßen.


Auch wenn die amerikanischen Namen modern klingen, so sind sie doch traditionellen Ursprungs. Kalifornien beispielsweise geht auf den Fund von Teilen eines Schiffes namens „California“ zurück, welche am Strand angespült wurden.


Auffallend sind die regelmäßig etwa 100 Meter ins Meer hineinragenden Buhnen – also die Steinwälle –, die als Uferschutz gedacht sind. Ich habe mir sagen lassen, dass es von Wendtorf bis zum Stakendorfer Strand 48 solcher Buhnen gibt, die alle 200 Meter errichtet wurden und durchnummeriert sind. Von Kalifornien bis zum Ende von Schönberger Strand findet man die Buhnen 18 bis 43. So, genug „geklugscheißert“, beginnen wir in Kalifornien (Klingt toll!?).


„Unser“ Kalifornien liegt inmitten der Salzwiesen und besitzt etwa 2 Kilometer langen und sehr breiten Sandstrand. Es reicht offiziell von Buhne 18 bis Buhne 27, hat diverse hübsche (Ferien)Häuser, einige kleinere Geschäfte, Restaurants und einen Straßenverkauf mit leckerem Fisch. Zahlreiche Surfer und Kiter tummeln sich hier.


Brasilien grenzt direkt an Kalifornien an. Nein, das ist keine Aussage einer „Geografie-Legasthenikerin“, es stimmt in unserem Fall. Brasilien besitzt ebenfalls knapp zwei Kilometer Strand, der von Buhne 27 bis Buhne 35 geht. Hier ist weniger bebaut und es gibt eine große Salzwiesenlandschaft. Und auch am Schönberger Strand kann man auf knapp 2 Kilometern feinsandigem Strand liegen und genießen. Und auch hier wieder viele schöne kleine Häuschen, Gastronomie, Wassersportler sowie eine Seebrücke und ein interessanter Museumsbahnhof, wo man alte Straßenbahnen nicht nur bestaunen sondern auch mit ihnen fahren kann.


Übrigens gibt es auf der ganzen Strandbreite verteilt ausreichend Hundestrände. Ab Oktober darf man mit seinem Vierbeiner bis Ostern auch an die anderen Strände.


Neben einigen Campingplätzen gibt es folgende beide Stellplätze, die direkt nebeneinander liegen:

  • Wohnmobilstellplatz Mittelstrand: etwas außerhalb von Brasilien, an der Buhne 31, ca. 50 und mehr Plätze, hinterm Deich in Meeresnähe, Bezahlung beim Platzwart am Häuschen zu bestimmten Zeiten, einfache Ver- & Entsorgung nebenan im hinteren Teil des großen Parkplatzes, Strom kostet extra, WC, Imbiss, Lebensmittelmarkt ca. 2 km, Saison Anfang April bis Ende Oktober, kann darüber hinaus ganzjährig genutzt werden, viele Surfer und Kiter am angrenzenden Parkplatz und am Strand
  • Wohnmobilstellplatz Brasilien: gemischter Parkplatz direkt neben dem eben erwähnten Platz, auf Wiese, bei Regen matschig(!), ca. 40-50 Plätze, Ver- & Entsorgung s.o., kein Strom, ansonsten ähnlich wie der erste Platz

Während der Saison ist es hier auf beiden Plätzen ziemlich voll. Also möglichst früh am Tag ankommen!


Unmittelbar an den Schönberger Strand schließt sich der Strand von Stakendorf mit ebenfalls rund 2 Kilometern an. Der eigentliche Ort liegt im Binnenland, etwa 2-3 Kilometer entfernt. Neben dem Campingplatz befindet sich ein großer Parkplatz, auf dem bei unserem letzten Besuch vor ein paar Jahren etwa 15 Womos offiziell stehen durften. Abends kam jemand zum Abkassieren. Es war jedoch im Gespräch, das zu ändern. Ich kann also nicht garantieren, dass es diesen Platz, der bis dato auch keinerlei Service bot, noch für uns Wohnmobilisten gibt. Erwähnt haben wollte ich ihn jedoch. Zur Not kann man eventuell auf den angrenzenden Campingplatz ausweichen.


Würden wir weiter am Strand entlang fahren können, kämen wir wieder einmal zu weiteren schönen Strandabschnitten, einigen wenigen Ansiedlungen sowie viel Natur. Wir müssen jedoch ein wenig „außen herum“ fahren. Ich nehme die L 165 über Behrensdorf und Lippe, dann sind es etwa 25 Kilometer. Mein Ziel ist Hohwacht, besser gesagt ein Parkplatz in Alt-Hohwacht, wo für 19 Mobile Platz eingezeichnet ist.


Hier gibt es Wasser, Strom und Kassettenentleerung gegen Extragebühr sowie einen kleinen Duschcontainer. Im Winter wird auch hier das Wasser abgestellt.


Wir stehen in der Nähe des Sandstrandes und der Seebrücke. Hier ist es sehr ruhig, man kann baden und in einer der vielen Gastronomien essen gehen. Das Naturschutzgebiet Kronswarder und der Große Binnensee, wo man prima wandern kann, sind auch nicht weit.


Weiter geht’s, um den Sehlendorfer Binnensee herum und zum Sehlendorfer Strand in der Gemeinde Blekendorf. Ein schön gelegener Stellplatz für 42 Womos erwartet mich außerhalb von Sehlendorf, in der Nähe von zwei Campingplätzen sowie nahe am Strand. Wir stehen auf Rasen, haben Ver- und Entsorgung sowie eine Dusche; alles kostet extra. Der Platz bewegt sich nicht gerade im unteren Preisniveau und kostet an Wochenenden mehr. Aber es lohnt sich. In der Nähe gibt es öffentliche Toiletten sowie etliche Gastronomien. Saison ist von Mitte April bis Ende Oktober.


Schon aufgrund der beiden Campingplätze ist klar, dass wir bei schönem Wetter nicht alleine am Strand sind. Aber egal, Platz ist genug vorhanden. Hier lässt es sich jedenfalls gut leben!


Zurück auf die B 202 und nach Wangels zum Wohnmobilpark am Deich – auch als Wohnmobilpark Schloss Weissenhausen bekannt. Wieder keine größere Reise. Mich erwartet ein schöner, großer, ganzjährig geöffneter Stellplatz für 70 Womos – all inklusiv, wie es in der Hotelbranche heißt. Der Preis ist „nicht von schlechten Eltern“, auch wenn Strom, Wasser sowie Ver- und Entsorgung enthalten sind. Dafür habe ich jedoch einen weit weniger vollen Strand als beim letzten Mal, aber leider mit Hundeverbot. Geht gar nicht für mich!


Wenige Meter weiter ist der Weißenhäuser Strand, von dem ich schon viel gehört habe. Hier ist mehr los – für mich zu viel! Ansonsten gibt es viel Natur zum Wandern und Radeln sowie einen Angelsee und in unserer Nachbarschaft eine Falknerei. Schöne Gegend, gefällt mir!


Dennoch zieht es mich bald weiter. Ich will nach Heiligenhafen, wo ich, über Oldenburg in Holstein fahrend, nach ungefähr einer halben Stunde ankomme. Zunächst installiere ich mich auf dem Stellplatz, der mir in mehrfacher Erinnerung ist. Vor allem erinnere ich mich daran, dass ich hier mal kläglich an der Technik des Automaten, an dem gezahlt wird, gescheitert bin. Jetzt, wo ich es raushabe, weiß ich gar nicht, warum ich es damals so kompliziert fand.


Der Stellplatz befindet sich am Ortsrand von Heiligenhafen. In der Nähe ist eine Bushaltestelle, von wo aus man gut in die Stadt gelangt. Aber Laufen ist auch kein Problem. Der Platz bietet 99 Mobilen ausreichend Platz. Entsorgung und WC sind kostenlos, Hunde (ausnahmsweise) auch, ansonsten erwarten mich hier stolze Preise, vor allem auch die Kurtaxe, wofür der Stellplatz natürlich nichts kann.


Der Stellplatz ist sehr gepflegt und in einzelne Parzellen eingeteilt. Um den Service zu beanspruchen muss ich am Automaten eine Art Scheckkarte ziehen, für die alleine schon 10 € verlangt wird. Einen Teil bekommt man bei Abreise zurückerstattet. Alles, was ich nun benötige, wird von dieser Karte abgebucht, dazu gehören beispielsweise auch die Dusche, Waschmaschine und Trockner. Übrigens standen wir hier auch schon im Winter, was sehr angenehm war.


Uns gegenüber sind ein Ausweichplatz sowie ein Binnensee. Ansonsten befinden sich sowohl ein Bäcker als auch Gastronomien, das Aktivhaus mit ein paar Läden, der Kursaal und ein paar nicht gerade architektonische Meisterleistungen in der Nähe. Nachdem man das alles passiert hat, geht es über eine kleine Brücke und man kommt ans Meer. Links geht’s zum Leuchtturm und zur Steilküste sowie irgendwann zum Weißenhäuser Strand, rechts zum breiten Sandstrand mit anfänglich abermals nicht gerade schönen Häusern. Nach dem Yachthafen ändert sich der Anblick, und ein paar idyllische Häuschen sind zu sehen. Wir kommen nun ins Naturschutzgebiet Graswarder und ich rate, soweit auf der Landzunge zu gehen, bis es nicht mehr geht: Dann erblickt man die Fehmarnsundbrücke.


Heiligenhafen ist ein anerkanntes Seeheilbad und lebt heute vom Tourismus und der Fischerei. Der Ort befindet sich auf der Halbinsel Wagrien, wobei der Kern der Stadt in einer Bucht liegt und durch die Landzunge Steinwarder und Graswarder vom Meer getrennt ist. Heiligenhafen besitzt eine schöne Altstadt, eine Seebrücke, die größte europäische Hochseeangelflotte, einen schönen Yachthafen und einen sehr großen Ostsee-Ferienpark, wo unser Wohnmobil steht.


Jetzt würde ich eigentlich auf die Insel Fehmarn fahren, aber den Inseln widme ich einen Extra-Teil.

Lübecker Bucht – Von Großenbrode bis nach Travemünde

Wir durchqueren die Halbinsel Wagrien und fahren zunächst nach Großenbrode. Die Großgemeinde besteht aus mehreren Ortsteilen, wobei Großenbroderfähre an der äußersten nördlichen Spitze der Lübecker Bucht, nahe der Fehmarnsundbrücke, liegt. Ich habe aber vor, zum Südstrand zu fahren, wo es während der Saison nicht gerade menschenleer ist. Ist aber auch klar: Hier gibt es neben etlichen Ferienunterkünften auch einige Kureinrichtungen, einen Campingplatz und zwei Wohnmobilstellplätze. Zudem erwartet mich viel Natur und natürlich ein herrlicher Sandstrand.


Wir waren übrigens auch schon im Dezember/Januar hier, da hat es uns ebenfalls sehr gut gefallen – fast noch besser als im Sommer, denn die Spaziergänge am Strand waren mit Hunden wesentlich entspannter.


Es gibt mehrere Sportboothäfen mit beinahe 1000 Liegeplätzen, einen Naturerlebnispark direkt neben dem gleich als zweites erwähnten Stellplatz, eine Seebrücke sowie zahlreiche gute Restaurants. Interessant fand ich die „Floating Homes“, eine Art schwimmende Ferienhäuser – oder soll ich sagen, Wohnmobile zu Wasser? Sie sind ebenfalls in der Nähe des eben erwähnten Stellplatzes.


Und hier die Kurzinfos zu den beiden Stellplätzen:

  • Wohnmobilhafen „Reise“: ganzjährig geöffneter Platz für 42 Womos, neben Supermarkt und Campingplatz, rund 800 m vom Strand und der Seebrücke entfernt, sehr liebevoll angelegt und sauber, videoüberwacht, Sanitärhaus mit Dusche, WC, Waschmaschine & Trockner, Entsorgung, WC und Strom sind inklusive, Wasser & Dusche kosten extra, kostenpflichtiges WLAN, man kann reservieren, bezahlt wird beim Betreiber, der auch gerne bei Problemen weiterhilft
  • Wohnmobilstellplatz am Wassersportzentrum: Platz für 50 Womos auf Rasen, am Ortsrand, Yachthafen, Gastronomien, Naturerlebnispark & Mole in der Nähe, Sandstrand ca. 400 m, Lebensmittelgeschäft und anderer Stellplatz etwas mehr als 1 km, ganzjährig geöffnet, Entsorgung & WC kostenlos, Wasser, Dusche & Strom gebührenpflichtig, Waschmaschine & Trockner, WLAN

Die beiden Plätze sind preislich in etwa gleich, am zweiten steht man näher am Meer, allerdings ist der Platz optisch nicht wirklich schön und bei Regen extrem matschig. Zudem ist die Ver- und Entsorgung ziemlich veraltet. Dennoch stehen wir hier gerne und gehen liebend gerne durch den Naturerlebnispark oder auf die Mole. Im kleinen Café/Bistro bei der Mole sitzt man gemütlich und schaut aufs Meer.


Unsere nächste Station ist eigentlich nur 6-8 Kilometer vom Wohnmobilstellplatz am Wassersportzentrum entfernt, doch leider betrifft das den Fußweg. Mit dem Womo sind es etwa 12 Kilometer, was aber auch keine Weltreise bedeutet. Der Reisemobilhafen Sütel-Strand liegt Außerorts, gehört zur Gemeinde Neukirchen, hält für uns 30 Plätze auf Rasen bereit und befindet sich vor einem Campingplatz. Er ist sehr schön angelegt und die einzelnen Parzellen sind sehr schön groß. Ver- und Entsorgung sowie Strom und WC sind im Preis enthalten, die Dusche ist sehr kostengünstig. Zudem gibt es einen Brötchenservice. Bezahlt wird am Parkscheinautomaten. Zum langen Sandstrand gelangt man nach etwa 400 Metern. Hier und am Platz lässt es sich einige Zeit gut leben und relaxen.


Im Prinzip reiht sich jetzt auf unserem weiteren Weg ein Strand an den anderen, ein Campingplatz an den anderen. Zu viel, um alles zu erwähnen! Manche, zumeist Sandstrände sind sehr beliebt und im Sommer entsprechend voll, andere sind naturbelassen und man findet eher ein (fast) einsames Plätzchen. Offizielle Stellplätze – außer auf Campingplätzen – gibt es bis zu unserem nächsten Etappenziel nicht. Ich hätte dennoch ein paar Alternativen anzubieten, alle jedoch ohne Service:

  • Parkplatz Grube Rosenfelde: im Sommer höhenbegrenzter Parkplatz, ansonsten ist die Schranke oben, Küstenschutz Informationspavillon, direkt am Strand
  • Dahme: Parkplatz in der Leuchtturmstraße, Parken für 4 Womos, jedoch nur von 8 Uhr bis 22 Uhr erlaubt, nicht ganz billig, direkt am Wasser, kein Sandstrand (!), Steilküste & Sandstrand in der Nähe
  • Kellenhusen: Parkplatz Seebrücke, für kleinere Womos/Kastenwagen, Übernachten geduldet, an der Strandpromenade & am herrlichen Sandstrand

Wir fahren jedoch vom Reisemobilhafen Sütel-Strand rund 27 Kilometer weiter bis nach Grömitz, genauer gesagt, erst einmal zum Lenster Strand. Hier befindet sich einer der zu Grömitz gehörenden Stellplätze. Er liegt etwa 2 Kilometer – wenn man am Strand entlang geht –von Grömitz entfernt. Es ist ein recht neuer Stellplatz, ein wahrer Vorzeige-Stellplatz, der allerdings – alles zusammengenommen – seinen stolzen Preis hat. Aber für die Lage, das freundliche Personal und den Komfort zahlen wir es gerne.


Der Wohnmobilpark Achtern Diek bietet 154 Wohnmobilen einen großzügig parzellierten Platz am Lenster Strand. Eröffnet wurde er im April 2020 und ich habe es mir natürlich nicht entgehen lassen, dort hinzufahren. Aus einem „Probetag“ wurde gleich eine ganze Woche, denn der Platz hat alles und noch mehr, was man benötigt: Ver- und Entsorgung, Strom, Dusche, WC, Waschmaschine & Trockner, Grillplatz, Rezeption sowie einen Automat mit Verkauf einiger Lebensmittel wie Eier und Grillfleisch. Grauwasserentsorgung, WC und WLAN sind kostenlos, alles andere wird wie auch der Aufenthalt mittels einer aufladbaren Karte abgerechnet. Wäsche waschen und trocknen ist teuer und auch das Entleeren der Toilette kostet viel Geld. Letzteres liegt daran, dass man die Toilette einzig und alleine mittels der hochmodernen Camperclean- und Thetford-Entsorgungsstation leeren und reinigen lassen kann. Eine saubere, interessante Sache, die aber bei längerem Aufenthalt und täglicher Leerung ganz schön zu Buche schlägt. Hinzu kommt, dass es immer mal wieder Probleme gibt und erst jemand zur Reparatur geholt werden muss. Am Strand ist man übrigens in etwa 5 Minuten, beim gut sortierten Bäcker ebenfalls.


Wer günstiger stehen und noch näher am Meer jedoch ohne Service stehen möchte, kann dies wenige Meter weiter, direkt hinterm Deich. Ungefähr 40 Womos finden hier Platz. Es gibt ein kleines, veraltetes Toilettenhäuschen mit Wasseranschluss sowie in der Nachbarschaft ein Bistro und ein Restaurant. Für den Platz muss man von Mitte März bis Ende Oktober einen relativ teuren Schein am Automaten ziehen, ansonsten steht man kostenlos. Laut Beschilderung darf man maximal eine Nacht hier bleiben.


Auch von hier bin ich in rund 5 Minuten zu Fuß beim Bäcker, wohin wir auch gerne zum Frühstücken mit Blick aufs Meer gehen. Von beiden Stellplätzen aus kann man am Strand entlang in den Ort gelangen oder in die andere Richtung am Deich beziehungsweise teilweise am Strand entlang spazieren. Wer mag sogar bis Kellenhusen? Radfahren lässt es sich hier übrigens auch sehr gut.


Es gibt – oder gab? – einen weiteren Stellplatz in der Stadt. Wir standen schon oft dort, das letzte Mal vor etwa einem Jahr, da hieß es aber, dass man in Erwägung zieht, den Platz zu schließen. Daher sind die Infos hier mit Bedacht anzunehmen! Es handelt sich um einen größeren Parkplatz für etwa 50 Mobile auf einer Anhöhe, wo man eng steht. Der Parkschein kann für 24 Stunden am Automaten gezogen werden. Wir haben aber auch selber schon zwei Nächte dort gestanden. Es wird regelmäßig kontrolliert, ob gezahlt wurde und ob kein „campingähnliches Verhalten“ an den Tag gelegt wird. Eine gut anfahrbare, kostenpflichtige Ver- und Entsorgung ist vorhanden, (zu wenig) Strom ebenfalls. Bis zum Meer sind es ungefähr 400-500 Meter.


Grömitz selber lebt hauptsächlich vom Tourismus und von Kurgästen. Wer shoppen möchte, findet ausreichend Gelegenheit, wer gut essen möchte zahlreiche Restaurants. Für Unterhaltung sorgt nicht nur bei Regentagen das Erlebnis-Meerwasser-Brandungsbad. Interessant für Groß und Klein ist auch der Tierpark „Arche Noah“ am Rande der Stadt mit mehr als 300 Tieren. Ansonsten sollte man unbedingt die Strandpromenade mit der fast 400 Meter langen Seebrücke und der Tauchgondel mit Unterwasser-3D-Kino gesehen haben. Was uns immer wieder besonders gut gefallen hat, war der Weihnachtsmarkt am Seebrückenvorplatz, der auch über den 01. Januar hinaus existiert.


Wir verlassen Grömitz und fahren dorthin, wo viel Strand, viel Grün und viele Campingplätze sind: zum Wohnmobilpark Walkyrien in Schashagen. Außerhalb von Bliesdorf-Strand kann man hier einer von 30 Wohnmobilen sein, das vor einem Campingplatz in Meeresnähe Platz findet. Es gibt einen Platzwart, Brötchenservice, Waschmaschine und Trockner, einen Kiosk, ein Restaurant und einen Shop – alles am Campingplatz. Bezahlt wird am Automaten. Entsorgung und WC sind kostenlos. Die Stellplatzgebühren bewegen sich im oberen Bereich, besonders teuer schlagen das WLAN mit 4 € pro Tag und der Hund mit 3,50 € zu Buche. Der Platz kann ganzjährig benutzt werden, jedoch ist es außerhalb der Saison recht einsam.


Etwa 10-12 Kilometer weiter gibt es einen schön angelegten, parzellierten Stellplatz am Rande von Pelzerhaken. Hier gibt es Platz für 90 Wohnmobile und man ist lediglich 200 Meter vom Strand entfernt. Geöffnet ist er von März bis Ende Dezember. Bei der Einfahrt muss man eine Karte lösen, mit der man auch in den Sanitär-Bereich kommt. Ver- und Entsorgung sowie WC sind im Preis enthalten, für Dusche und Strom muss extra gezahlt werden. Der Platz ist videoüberwacht, alles ist strikt geregelt und es gibt WLAN, eine Grillstelle sowie Brötchen am Kiosk. Besonders gut fand ich, dass man hier direkt mit dem Hund raus kann.


Hier kann man nicht nur am Strand (sonnen)baden, es gibt zahlreiche weitere Möglichkeiten und Angebote. Dazu zählen: Segway fahren (wird am Platz verliehen!), nach Neustadt oder Grömitz wandern, surfen, an der Strandpromenade flanieren oder den Leuchtturm besuchen und einiges mehr.


Pelzerhaken ist Ortsteil der Gemeinde Neustadt in Holstein. Wer sich Neustadt selber ansehen möchte, sollte das tun, denn auch hier gibt es einen Stellplatz, man kann aber auch gut die etwa 5 Kilometer mit dem Rad zurücklegen.


Holstein selber ist von viel Natur umgeben und liegt sowohl an der Ostsee als auch an einem Binnenwasser, an dessen Ufer sich der Wohnmobilstellplatz befindet. Wir stehen am P5, einem Parkplatz, wo 10 Womos maximal einen Tag stehen dürfen. Außer zwei Stromanschlüssen gibt es nichts, dafür kostet es auch nur eine geringe Gebühr, dort zu stehen. Strom hingegen wird pro Stunde mit 50 Cent abgerechnet, was bei Dauerbetrieb recht teuer werden kann. Der Platz kann ganzjährig genutzt werden und ist für eine Stadtbesichtigung und vor allem für Hundebesitzer ideal, da man in nur etwa 300 Metern auf dem Marktplatz ist und einen schönen Spazierweg am Ufer des Neustädter Binnenwassers hat.


Im Ort gibt es viel zu sehen: das mittelalterliche Kremper Tor, den Pagodenspeicher aus dem Jahre 1830, das Brückengeldeinnehmerhaus (Was ein Wort!) von 1846, die Backsteinkirche aus dem Jahre 1244, das Heimatmuseum „zeiTTor“, das Cap-Arcona-Museum und das Fischereimuseum, um nur einiges zu nennen. Mir haben besonders der Weg am unteren Jungfernstieg mit dem Neustädter Kunst-Kilometer und der Yachthafen gefallen.


Nicht weit von Neustadt entfernt liegt in Sierksdorf der Familien- und Freizeitpark „Hansa-Park“. Wer’s mag…


Der Vollständigkeit halber erwähne ich den dortigen Stellplatz. Es ist ein am Ortsrand liegender Stellplatz für 100 Wohnmobile auf festem Untergrund, ohne allem, auch ohne Schatten. Hier ist es recht laut, da der Platz direkt neben dem Hansa-Park und der Straße liegt. Bis zum Hundestrand sind es etwas mehr als einen Kilometer zu Fuß. Gegen Abend kommt ein Platzwart, der den vergleichsweise geringen Betrag abkassiert.


Wer ruhiger, dafür aber auch teurer, stehen möchte, fährt rund 2,5 Kilometer weiter und findet dann die Womo-Oase Sierksdorf, wo es vor einem Campingplatz Platz für 15 Mobile gibt. Zum Meer sind es etwas mehr als 200 Meter, bis zum Ort Haffkrug am Sandstrand entlang rund ein Kilometer. Hier hat man alles, einschließlich WC, Dusche, Waschmaschine und Trockner. Alles wird einzeln abgerechnet. Bezahlt wird beim Betreiber. Es gibt eine Mindestaufenthaltsdauer von zwei Nächten! Habe ich bislang noch nie bei einem Stellplatz gehört! Zudem kann man Mietbäder für den stolzen Preis von 10€ pro Tag anmieten. Brauchen wir Wohnmobilisten das wirklich?


Wer nahe am Strand stehen möchte, kann dies am Parkplatz „Am Waldwinkel“ in Sierksdorf, nahe Haffkrug, tun. Für recht viel Geld muss man ein Tagesticket ziehen, Übernachtungen sind verboten.


Das Seeheilbad Haffkrug gehört zu Scharbeutz, wohin wir als nächstes fahren. Man könnte die knapp 3 Kilometer von der Womo-Oase auch gut am Strand zu Fuß zurücklegen, aber wir wollen ja auf einen anderen Stellplatz.


Übrigens, ich habe nicht nachgemessen aber mir sagen lassen, dass Haffkrug und Scharbeutz zusammen einen rund 6.500 Meter langen feinen Sandstrand haben.


Scharbeutz selber ist schön, außerhalb der Saison finden wir es schöner, denn der Ort lebt hauptsächlich wie so viele hier vom Tourismus. Aber auch während der anderen Jahreszeiten ist man nicht einsam hier.


Im Winter kann man sogar auf einer Eisbahn mit Blick aufs Meer Schlittschuh laufen oder sich beim gemütlichen „Budenzauber“ mit Freunden bei Musik, warmen Getränken und mehr treffen. Ansonsten ist Scharbeutz vor allem wegen des breiten, langen und feinsandigen Strandes beliebt. Einen schönen Anblick bieten hier die bunten Holzhäuschen an den Dünen. An der Strandpromenade flanieren, essen gehen oder im Roof, der modernen Dachbar des imposanten, 30 Meter hohen Bayside Hotels, einen Cocktail sowie den Blick über die Bucht genießen. Zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten zählt auch die Seebrücke.


Wo aber hin mit meinem Wohnmobil? Ganz einfach: Ich habe zwei Möglichkeiten ausprobiert, wobei beide in der Saison sowie zwischen Weihnachten und Silvester ziemlich ausgebucht sind. Zum einen gibt es den Ferienpark Scharbeutz, der für mich eher Campingplatz-Charakter besitzt, wobei die einzelnen Parzellen dafür relativ klein sind. Er liegt nur rund 200 Meter – also gerade mal durch den Platz durch und über die Straße – vom Strand entfernt. Die Stadt ist in 600 Metern erreichbar. Es gibt eine moderne Rezeption und saubere, warme Sanitäranlagen in Containern. Am Platz finden 88 Mobile ihre schattenlose Bleibe. Der Platz ist bewacht, bietet einen Brötchenservice, einen Kiosk und einen Fahrradverleih. Zudem konnte man bei unserem letzten Besuch auch einen kleinen PKW günstig mieten. Strom wird nach Verbrauch abgerechnet, alles andere ist im recht hohen Preis inbegriffen – selbst WLAN, WC und Dusche. Für Waschmaschine und Trockner muss man natürlich bezahlen. Der Platz ist ganzjährig nutzbar und es kann reserviert werden. Bei Regen ist es hier extrem matschig, bei großer Trockenheit sehr staubig.


Der andere Stellplatz – der Womohafen Scharbeutzer Strand – wurde liebevoll neu hergerichtet, liegt etwa 300 Meter vom Strand und 600 Meter vom Zentrum entfernt sowie in der Nähe des erstgenannten Platzes. Hier können 90 Wohnmobile stehen. Die einzelnen Plätze sind nicht übermäßig groß, jedoch gibt es Schatten. Auch dieser Platz ist ganzjährig geöffnet. Entsorgung von Toiletten und Grauwasser ist ebenso wie WLAN kostenlos, Strom und Wasser wird extra berechnet. Da der Platzbesitzer leider einige Probleme mit der Eröffnung des modernen Sanitätshäuschens hatte, war es bis dato noch nicht in Betrieb.


Auf unserem Weg nach Travemünde kommen wir am Timmendorfer Strand am Sea Life Meeresaquarium vorbei, das nicht nur verschiedene Becken mit zahlreichen Meeresbewohnern präsentiert sondern auch eine Reise durch den Regenwald mit Boas, Ottern und anderem ermöglicht. Einen Parkplatz findet man meistens, allerdings eher nach der Devise: Je kleiner das Womo, desto eher die Chance auf einen Parkplatz.


Rund 4 Kilometer weiter kommen wir zum Vogelpark Niendorf in Timmendorfer Strand. Dieser befindet sich etwa 650 Meter vom Strand entfernt und hat einen eigenen Stellplatz für eine Nacht. Ich kann ihn nicht empfehlen, da ich ihn sehr ungepflegt in Erinnerung habe. Hier können auf einem Parkplatz 50 Womos stehen. Für vergleichsweise viel Geld muss man einen Parkschein am Automaten ziehen. Es gibt eine – naja – Ver- und Entsorgung; Strom kostet extra. Der Vogelpark hingegen kann weiterempfohlen werden, wenn man so etwas mag. In einem natürlichen Sumpfgebiet mit Teichen und viel Schilf finden mehr als 250 heimische sowie exotische Vogelarten ein Zuhause. Zudem gibt es Europas größte Eulensammlung.


Fahren wir zu einem weiteren meiner favorisierten Orte, nach Travemünde. Die Stadt liegt, wie es der Name verrät, an der Mündung der Trave ins Meer. Wahrzeichen der Stadt ist der 31 Meter hohe Leuchtturm, in dem heute ein maritimes Museum untergebracht ist. Außerdem bietet er eine fantastische Aussicht auf die Lübecker Bucht.


Travemünde beeindruckt mich immer wieder mit seiner Vielfältigkeit: Natur & Stadtleben, kleine schnuckelige Häuschen in der Altstadt & mondäne Villen an der Strandpromenade, Ostseeufer & Trave-Ufer, Sandstrand in Alt-Travemünde & Steilküste am Brodtner Ufer, beeindruckender Fischereihafen wo man sich mit fangfrischem Fisch und leckeren Fischgerichten eindecken kann & direkt an einem vorbeiziehende gigantische Fähren oder Containerschiffe.


In Travemünde befindet sich einer der größten nordeuropäischen Fährschiffhäfen. Gigantische Riesen verkehren zwischen hier und Schweden, Finnland oder dem Baltikum. Sie scheinen beinahe zum Greifen nah, besonders, wenn man sich bei der Nordermole aufhält!


Auf der gegenüberliegenden Halbinsel Priwall liegt das Viermastsegelschiff „Passat“, das einen imposanten Anblick aber auch Besichtigungsmöglichkeiten bietet. Es gäbe noch so viel mehr zu berichten, aber am besten ist, man besucht Travemünde selbst und überzeugt sich. Wir Wohnmobilisten haben es da leicht, denn uns stehen zwei Stellplätze zur Verfügung, wobei ich wirklich nicht weiß, welcher mir lieber ist. Der erste ist recht neu – den ehemaligen, direkt an der Travemündung, gibt es nicht mehr – und befindet sich zentrumsnah, der zweite liegt außerhalb, inmitten der Natur, am Kowitzberg, Richtung Timmendorfer Strand. Häufig stehen wir ein paar Tage hier und ein paar Tage dort. Hier die nötigen Infos:

  • Travemünder Landstraße: am südwestlichen Ortsrand, in der Nähe eines Yachthafens und der Trave, auf Rasengitter, ganzjährig für 50 Womos, Sandstrand ca. 2,5 km, Altstadt ca. 700 m, Parkscheinautomat, max. 1 Nacht (inoffiziell geht auch länger), Strom & Frischwasser gebührenpflichtig, Ver- & Entsorgung sowie Kurtaxe im Preis, dadurch stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis perfekt, Ausgleichskeilchen an einigen Plätzen erforderlich, kein Schatten, selbst bei Nässe steht man hier relativ trocken
  • Am Kowitzberg: im Norden der Stadt, am Stadtrand, an einer Steilküste, schöner und ruhiger Platz für 49 Womos, ganzjährig nutzbar, nicht parzelliert, ausreichend Platz, keinerlei Infrastruktur in nächster Nähe, Ver- & Entsorgung vor der Einfahrt, Frischwasser kostenpflichtig, ebenso der Strom am Platz, Kurtaxe im Preis enthalten, Preisniveau wie beim anderen Platz, maximal 1 Nacht (jedoch stehen auch hier die meisten tagelang, ohne dass jemand etwas sagt), Ausweichplatz nebenan, sehr stark frequentiert, selbst im Winter, uneben und bei Regen extrem matschig, wunderschöner Spazier- und Radweg auf den Klippen, FKK- und Hundestrand ca. 600 m zu Fuß, Sandstrand ca. 1-2 km, Travepromenade ca. 2-3 km

Übrigens genieße ich immer wieder den Spaziergang an der Brodtener Steilküste vom Kowitzberger Stellplatz aus. Hier hat man eine fantastische Aussicht und kann auf der Hermannshöhe einkehren, leckere Torte essen, Pharisäer trinken oder sonst wie gut schlemmen.


Übrigens, habe ich es nicht vergessen! Ich erwähne Lübeck absichtlich nicht, obwohl es eine wunderschöne Stadt ist, aber es liegt nicht direkt am Meer. Und irgendwo muss man ja einen Schnitt machen!? So ein bisschen habe ich es ja erwähnt, denn schließlich gehört Travemünde zu Lübeck…


Von Travemünde aus geht eine Fähre, die auch uns über die Trave rüber zum Priwall mitnimmt. Eine tolle Abkürzung, wenn man weiterfahren möchte.


Damit verlassen wir Schleswig-Holstein und freuen uns auf die Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern.

Auflistung der Koordinaten „unserer“ Stellplätze

  1. Wassersleben: Parkplatz P1, nahe am Strand/Park Harrislee; N54° 49' 32.5" E9° 25' 09.9"
  2. Wassersleben: Parkplatz P2; N54° 49' 33.8" E9° 24' 54.0"
  3. Flensburg: im Industriehafen; N54° 48′ 16.2″ E9° 26′ 37.3″
  4. Flensburg: CITTI-PARK N54° 46′ 24.0″ E9° 23′ 40.1″
  5. Glücksburg-Holnis: Campingplatz „Ostseecamp Glücksburg-Holnis“; N54° 51' 26.0" E9° 35' 28.3"
  6. Glücksburg: Parkplatz bei der Gorch-Fock; N54° 50' 00.8" E9° 33' 02.8"
  7. Glücksburg: Parkplatz Quellental; N54° 50' 14.1" E9° 31' 17.5"
  8. Langballigau: am CP N54° 49′ 20.2″ E9° 39′ 36.0″
  9. Westerholz: Wohnmobilstellplatz Fördeblick am Campingplatz; N54° 49′ 11.2″ E9° 39′ 60.0″
  10. Westerholz- Niesgrau: Wohnmobilstellplatz am Sporthafen Gelting-Mole; N54° 45′ 7.2″ E9° 51′ 51.1″
  11. Gelting-Wackerballig: Wohnmobilstellplatz am Yachthafen; N54° 45′ 21.3″ E9° 52′ 43.2″
  12. Pommerby: Wohnmobilstellplatz am Camping Ostseesonne; N54° 45′ 479″ E9° 58′ 15.3″
  13. Maasholm: Wohnmobilstellplatz am Seglerhafen; N54° 40′ 59.0″ E9° 59′ 39.1″
  14. Hasselberg: Wohnmobilstellplatz am Gut Oehe vor Campingplatz; N54° 42′ 59.0″ E9° 59′ 23.4″
  15. Kappeln: Wohnmobilstellplatz Nordhafen; N54° 39′ 57.2″ E9° 56′ 14.3″
  16. Kappeln: Wohnmobilstellplatz am Aral-Autohof; N54° 39′ 24.8″ E9° 56′ 41.0″
  17. Kappeln: Wohnmobilstellplatz Wassermühlenholz am Campingplatz; N54° 40′ 26.4″ E9° 55′ 42.2″
  18. Arnis/Grödersby: Wohnmobilstellplatz WSG; N54° 38′ 1.1″ E9° 55′ 44.2″
  19. Schönhagen: Wohnmobilstellplatz am Pferdehof Brodersen-Bock; N54° 37' 59.0" E10° 01' 10.6"
  20. Damp Ostseebad: Wohnmobilpark Damp; N54° 34′ 38.2″ E10° 0′ 56.3″
  21. Eckernförde: Wohnmobilstellplatz am Noor; E54° 27′ 51.1″ E9° 50′ 3.3″
  22. Altenhof: Wohnmobilpark Ostsee; N54° 26′ 37.5″ E9° 54′ 22.9″
  23. Strande: Parkplatz Bülker Leuchtturm; N54° 27' 13.2" E10° 11' 47.1" (ohne Übernachtung!)
  24. Kiel: Wohnmobilstellplatz Förde- und Kanalblick; N54° 21′ 51.3″ E10° 8′ 45.2″
  25. Kiel: Wohnmobilstellplatz Olympiahafen Schilksee; E54° 25′ 50.0″ E10° 9′ 57.4″
  26. Kiel: Parkplatz am Einkaufszentrum; N54° 18' 46.0" E10° 06' 00.8"
  27. Kiel am Liegeplatz Kiellinie 54°21'04.7"N 10°08'30.9"E
  28. Kiel: Parkplatz Wilhelmsplatz; N54° 19' 26.1" E10° 07' 10.8"
  29. Kiel Wohnmobilstellplatz Ostuferhafen; N54° 19' 52.6" E10° 10' 29.7"
  30. Laboe: Wohnmobilstellplatz am Marine-Ehrenmal; N54° 24′ 37″ E10° 13′ 55″
  31. Schönberg-Brasilien: Wohnmobilstellplatz Mittelstrand; N54° 25′ 20.1″ E10° 23′ 45.3″
  32. Schönberg-Brasilien: N54° 25′ 22.2″ E10° 23′ 36.3″
  33. Stakendorf-Strand: N54° 24' 32.6" E10° 25' 10.4" (ist evtl. nicht mehr vorhanden!!!)
  34. Alt-Hohwacht: N54° 19′ 9.1″ E10° 40′ 34.3″
  35. Blekendorf: Wohnmobilhafen Sehlendorfer Strand; N54° 18′ 19.4″ E10° 41′ 39.0″
  36. Wangels: Wohnmobilpark Schloss Weissenhausen bzw. Wohnmobilpark am Deich; N54° 18′ 14.8″ E10° 46′ 24.2″
  37. Heiligenhafen: Reisemobilstellplatz; N54° 22′ 39.0″ E10° 57′ 19.2″
  38. Großenbrode: Wohnmobilhafen Reise; N54° 21′ 40.3″ E11° 5′ 7.2″
  39. Großenbrode: Wohnmobilstellplatz am Wassersportzentrum; N54° 21′ 20.6″ E11° 4′ 41.8″
  40. Neukirchen: Reisemobilhafen Sütel-Strand; N54° 20′ 1.1″ E11° 3′ 58.4″
  41. Grube Rosenfelde: Parkplatz; N54° 15' 39.4" E11° 04' 50.5"E
  42. Dahme: Parkplatz Leuchtturmstraße; N54° 12' 55.6" E11° 05' 23.2"
  43. Kellenhusen: Parkplatz an der Seebrücke; N54° 11' 15.8" E11° 03' 36.6"
  44. Grömitz/Lenster Strand: Wohnmobilpark Achtern Diek; N54° 9′ 28.4″ E10° 59′ 24″
  45. Grömitz/Lenster Strand: Wohnmobilstellplatz Lensterstrand; N54° 9′ 20.2″ E10° 59′ 23.0″
  46. Grömitz: N54° 8′ 40.4″ E10° 57′ 9.3″ (evtl. nicht mehr existent!?)
  47. Schashagen: Wohnmobilpark Walkyrien; N54° 7′ 10.2″ E10° 55′ 16.3″
  48. Pelzerhaken: Wohnmobilstellplatz Ostsee/Area Sosta Camper – Ostsee; N54° 5′ 20.5″ E10° 52′ 19.1″
  49. Neustadt in Holstein: Wohnmobilstellplatz Binnenwasser P 5; N54° 6′ 38.4″ E10° 48′ 55.0″
  50. Sierksdorf: Wohnmobilstellplatz am Hansa-Park; N54° 04' 26.6" E10° 46' 30.1"
  51. Sierksdorf: Womo-Oase Hof Sierksdorf; N54° 3′ 37.3″ E10° 45′ 28.2″
  52. Sierksdorf: Parkplatz am Waldwinkel; N54° 3′ 21.3″ E10° 45′ 14.0″ (Keine Übernachtung!!!)
  53. Scharbeutz: Ferienpark Scharbeutz; N54° 2′ 7.2″ E10° 44′ 48.3″
  54. Scharbeutz: Womohafen Scharbeutzer Strand; N54° 1′ 52.3″ E10° 45′ 3.2″
  55. Niendorf-Timmendorfer Strand: Wohnmobilstellplatz am Vogelpark P4; N53° 59′ 25.0″ E10° 48′ 44.6″
  56. Lübeck-Travemünde: Wohnmobilstellplatz Travemünder Landstraße; N53° 57′ 16.2″ E10° 51′ 18.0″
  57. Lübeck-Travemünde: Wohnmobilstellplatz Kowitzberg; N53° 58′ 33.0″ E10° 52′ 40.4″